BulgarienMehr als nur Goldstrand

© Deniz Fuchidzhiev / unsplash.com
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Schon seit Jahren gilt Bulgarien als echter Geheimtipp für einen entspannten Sommerurlaub. Da viele Regionen noch nicht so stark touristisch geprägt sind, sollten Urlauber einige wichtige Tipps beachten – denn das Land hat weitaus mehr zu bieten als nur die berühmten feinen Sandstrände.

Die Planung

Bei der Auswahl der Urlaubsregion solltest du dir Zeit lassen und überlegen, was du von deinem Urlaub erwartest. Wer Partys komplett aus dem Weg gehen möchte, für den kommen bestimmte Gebiete der Küste nicht mehr infrage. Das trifft zum Beispiel für Burgas oder Varna zu: Hier gibt es zwar zahlreiche touristische Angebote, aber nur wenig Ruhe. Häufig dienen solche Orte vor allem bei Flugreisen dennoch als Drehkreuz, um innerhalb von kurzer Zeit in ruhigere Regionen zu gelangen. In der Umgebung von Varna gibt es tatsächlich einige idyllische Urlaubsziele, an denen es sich wunderbar entspannen lässt. Hier liegt zum Beispiel das älteste Seebad der Schwarzmeerküste, das im Bulgarischen den Namen „Konstantin und Elena“ trägt. Sweti Konstantin weist das gesündeste Klima des gesamten Landes auf und ist bekannt für seine Thermalquellen.

Natur und Städte erkunden

Viele der Urlaubsregionen in Bulgarien bestechen außerdem mit einer absolut idyllischen Lage. Dafür verantwortlich ist in erster Linie die Position des Landes zwischen dem Schwarzen Meer und ersten Ausläufern des Balkangebirges. Es biete sich also an, Abstecher in die Natur einzuplanen und die Gegend beim Spazierengehen, Wandern oder Radfahren zu erkunden. In Orten wie Albena, die eher touristisch geprägt sind, müssen Urlauber dagegen auch auf der Hut sein: Kriminelle nutzen zum Teil gezielt die Unwissenheit von Reisenden. Im schlimmsten Falle lohnt es sich, Unterstützung aus der Heimat in Anspruch zu nehmen. Diese Detektei in Köln beispielsweise ermittelt im Ernstfall gezielt im Ausland und leistet, was Behörden vor Ort oft nicht leisten können.

Idylle rund um Burgas

Die vielen schönen Flecken rund um Burgas werden häufig von Touristen vernachlässigt. Wenige Kilometer entfernt, auf einer kleinen Halbinsel, befindet sich beispielsweise Pomorie. Das beschauliche Örtchen bietet Ruhe und Entspannung und ist auch für Reisende mit Kindern eine gute Wahl. Neben den tollen Stränden, die sich in der Nähe befinden, gibt es zudem die Möglichkeit, die typischen Weinkeltereien der Region zu entdecken. Ansonsten ist Pomorie vor allem für den berühmten Heilschlamm bekannt, der bei Gelenkbeschwerden die nötige Linderung verschaffen soll.

Sofia: kulturelle Wiege

Um Bulgarien ganzheitlich zu erfassen, ist auch ein Abstecher in die Hauptstadt Sofia notwendig – übrigens auch für Backpacker spannend. Die Stadt mit dem melodisch klingenden Namen ist vor allem für die historische Altstadt mit ihren vielen kleinen Gassen bekannt. Eine berühmte Sehenswürdigkeit in der Altstadt ist die Alexander-Newski-Gedächtniskirche. Das beeindruckende Gebäude ist die größte Kirche im gesamten Land und wurde im Jahr 1912 endgültig fertiggestellt. Sie ist nicht nur religiöses Monument, sondern zugleich Mahnmal für die Soldaten, die im Zeitraum der osmanischen Unterdrückung gefallen sind.

Natur erleben im Gebirge

Es ist jedoch nicht zuletzt die umwerfende Natur, die viele Touristen nach Bulgarien lockt. Zu nennen ist hier beispielsweise das Rila-Gebirge, Heimat des höchsten Berges Musala. Hier führen schöne Wanderwege durch unberührte Regionen, die bisweilen einen Einblick in vergangene Zeiten liefern. Die wenigen ansässigen Bauern besitzen überschaubare Landflächen, sind in erster Linie Selbstversorger und melken ihre Tiere noch von Hand. Neben dem Rila-Gebirge ist es vor allem der Pirin-Nationalpark, der ganzjährig viele Besucher anzieht. Im Winter haben diese dank der guten Schneelage die Gelegenheit, die ausgedehnten Pisten unsicher zu machen. Am 1. März wirst du hier Zeuge eines alten Brauchs: An diesem Tag legen alle Bewohner die Marteniza an – ein weiß-rotes Armbändchen, eine Puppe oder einen Anhänger, der von allen Einheimischen offen getragen wird. Das Schmuckstück wird erst wieder abgelegt, wenn sich die ersten Anzeichen des nahenden Frühlings – eine blühende Blume oder Sommervögel – beobachten lassen.
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