Der perfekte TripHawaii

Glücklich ist, wer ein Malasada bei „Leonard‘s Bakery“ ergattert hat. © Matt Munro
Glücklich ist, wer ein Malasada bei „Leonard‘s Bakery“ ergattert hat. © Matt Munro

Zugegeben: Der Weg zum abgelegensten Archipel der Welt ist weit – und teuer. Doch wer hier ankommt, will nie wieder weg. Traumstrände, gigantische Wellen, üppige Regenwälder, brodelnde Vulkane … und dazwischen: ganz viel Hang Loose. Viel Spaß beim Inselhüpfen!

Der Reiseplan

Wo sollte eine Hawaii-Reise sonst beginnen, als bei den weltbesten Surfern auf O’ahu? Vom Strandparadies geht es in die atemberaubende „grüne Hölle“ von Kaua’i, und nach einem Roadtrip auf Maui weiter zur Big Island Hawaii.

  1. Das trubelige O’ahu ist nicht nur das Zentrum der Wellenreiter, sondern auch kulinarischer Genüsse.
  2. Es gibt nicht viele Landschaften auf der Welt, die mit den smaragdgrünen Kliffs von Kaua’i mithalten können.
  3. Per Mietwagen alle Facetten Mauis erkunden: Strände, Küstenwälder und totale Einsamkeit.
  4. Nirgends kommt man Vulkanen näher als auf Hawaii (Big Island) – und vielleicht sogar dem Mars.

1. O’ahu

Schalten Sie auf Hawaii-Modus und genießen Sie das Barfuß-Paradies mit Palmen, feinster Fushion-Küche und Surfern, die die XXL-Wellen reiten.

Die Surfer sind die ersten am Waikiki Beach. Sobald in der Frühe die Sonnenstrahlen hinter der erloschenen Vulkanspitze des Diamond Head hervorlugen, paddelt bereits eine Handvoll braun glänzender Körper auf das Meer hinaus. Einen guten Kilometer arbeiten sie sich vorwärts, bis sie endlich dort sind, wo die Wellen brechen. Die Voraussetzungen sind gut heute, die Wellen können zwar mit ihren spektakulären, 20 Meter hohen Kollegen vom North Shore nicht mithalten, doch dafür sind sie perfekt, um in den Tag zu starten.

Waikiki ist wenn man so will die Geburtsstätte des Wellenreitens. Schon vor Jahrhunderten ritten hier polynesische Einwanderer auf Holzplanken, Baumstämmen oder Binsenbündeln die Wellen. King Kamehameha I, Hawaiis legendärer König, galt als begnadeter Surfer und ordnete 1812 sogar an, dass nur er Waikikis Wellen surfen dürfe. Heute braucht man zum Glück keine Krone, um aufs Brett zu steigen – aber drei andere essenzielle Dinge: Zeit, um die richtige Technik zu lernen, Geduld, um auf die perfekte Welle zu warten, und Mut, um sich hineinzustürzen. Diese Philosophie, die jeder Hawaiianer verinnerlicht, der Wellen reitet, lässt sich in zwei Worten zusammenfassen: hang loose, zu deutsch: bleib locker!

Der Anblick, wenn Waikiki Beach zum Leben erwacht, ist für die meisten Besucher, die müde und mit Jetlag an Honolulus Flughafen ankommen, die erste Belohnung. Ohne Zeitverschiebung landet hier so gut wie keiner, schließlich muss man 3800 Kilometer den Ozean überqueren, um die nächstgrößere Stadt auf dem Festland zu erreichen (San Francisco). Honolulu ist offiziell die abgelegenste Großstadt der Welt. Und gerade dieser Tatsache verdankt Hawaii seine wohl größte Anziehungskraft: Wellen, die sich über Tausende von Kilometern aufbauen können, ehe sie meterhoch an der Küste brechen. Die ersten, die angezogen wurden, waren Polynesier aus Tahiti und Tonga (etwa 1000 nach Christus), später folgten Menschen aus allen Regionen des Pazifik, was Hawaii bevölkerungstechnisch zum buntesten aller 50 US-Staaten macht. Das merkt man auch beim Bummel durch Honolulu: Inmitten der Bausünden aus den 1960er-Jahren findet man Bushaltestellen, die aussehen wie japanische Shinto-Schreine, und auf dem Friedhof auf der Ostseite der Insel stehen neben einem beeindruckenden buddhistischen Tempel diverse Marienstatuen und katholische Kapellen. Auch was das Essen anbelangt, leben auf Hawaii alle möglichen Kulturen harmonisch miteinander: asiatische Saimin Noodles mit dünn geschnittenem Spam (amerikanischem Dosenfleisch), oder Spam Musubi, Dosenfleisch mit Terriyaki-Glasur auf Sushi-Reis.

Text: Rory Goulding, Deutsche Bearbeitung: Miriam Collée, Fotos: Matt Munro

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