Top-Reise-ListenDie größten Lichtblicke 2015

Abisko, Schweden

Aurora

Nordlichter schimmern über die ganze Polarregion hinweg – und wenn die Sonnenaktivität besonders hoch ist, sogar bis hinunter nach Schottland. Beste Chancen Polarlichter zu sehen hast du in der Aurora Sky Station in Abisko, fast 200 km nördlich des Polarkreises gelegen – und weit weg von allem. Die umliegenden Berge halten den Himmel fast immer wolkenfrei, die Lichtverschmutzung ist gleich Null, und lange Winternächte sind die perfekte schwarze Leinwand für den himmlischen Schein.

Die Aurora Sky Station (www.auroraskystation.com) liegt 100 km westlich von Kiruna. Die beste Zeit für einen Besuch ist September bis März.

Texas, USA

Marfa-Lichter

Manche Ereignisse wirken erhellend, diese nicht: Marfa-Lichter blitzen über der Chihuahua- Wüste auf und niemand weiß, was sie bedeuten. Etwa so groß wie Basketbälle, flackern die rötlichen Lichtkugeln über Mitchell Flat, 16 km östlich von Marfa. Augenzeugen nach teilen, vereinigen und verformen sie sich auf seltsame Art und Weise. Wissenschaftlich erwiesen ist nichts. Von einer eigens erbauten Aussichtsplattform bei Mitchell Flat aus kannst du dir selbst ein Bild machen.

Nach Marfa gelangt man auf dem Highway 90. Der nächste Flugplatz ist El Paso, 305 km westlich.

China

Laternenfest

In China wird das Laternenfest schon seit über 1000 Jahren gefeiert – wenn auch auf unterschiedliche Weise. Einst umfasste das Fest, das das Ende des Winters markiert, Elemente aus dem Buddhismus, Rätselspiele, Volkstanz und sogar den Heiratsmarkt (es war der einzige Abend im Jahr, an dem Mädchen ausgehen durften, um vielleicht den Richtigen zu finden). Heute ist es einfach ein Lichterfest, an dem Menschen im ganzen Land mit Laternen aller Art und Größe auf die Straße gehen – von traditionell runden, roten bis zu dramatischen Drachen. In Zigon, in der Provinz Sichuan, wird besonders schön geleuchtet, denn dort wird das Fest seit der Tang-Zeit begangen und die Herstellung von Laternen ist eine Kunst.

Das Laternenfest fällt auf den 15. Tag des ersten Mondmonats, meist Februar oder März. 2015 findet es am 5. März statt.

Svalbard, Norwegen

Mitternachtssonne

Wünschst du dir, dein Tag hätte mehr Stunden? Dann plan' einfach eine Sommerreise nach Spitzbergen in Norwegen. Die Winter der arktischen Inselgruppe sind dunkel und lang, doch der Frühling macht alles wett. In der Hauptstadt Longyearbyen dauert die Mitternachtssonne vom 15. April bis zum 26. August – also über vier Monate, an denen die Sonne nie versinkt. Genießen kann man dort jede Minute des Lichts: Buch' eine Kreuzfahrt sobald die Seewege frei sind (meist ab Juni) und verbring' die Nächte an Deck mit der Beobachtung von kalbenden Gletschern, grunzenden Walrössern und Eisbären auf der Pirsch.

Wilde Nächte, in der Tat. Es gibt keine Fährverbindung zwischen Svalbard und Norwegen; Longyearbyen wird von Oslo aus angeflogen.

Namib-Rand-Naturpark, Namibia

Sterne

Der riesige Namib-Rand-Naturpark ist wirklich, wirklich dunkel. Deshalb ist er der beste Platz, um das Licht zu sehen. 2012 wurde das 202200 ha große Privatgelände, ausgezeichnet mit dem Goldstandard für Sternenlichtparks der International Dark Sky Association, in einen offenen Tierpark verwandelt – und in einen Aussichtspunkt zum All. Hier gibt es keinerlei Lichtverschmutzung, und nichts raubt dem südlichen Nachthimmel etwas von seiner Größe. Die Sossusvlei Desert Lodge hat sogar ein hochmodernes Observatorium mit einem Meade LX200R 12-Inch Teleskop, das einen noch näheren Blick auf die Glitzerwelt am Himmel erlaubt.

Die Sossusvlei Desert Lodge liegt 380 km und 4 bis 5 Std. Fahrt von Windhoek: www.namibrand.com

Toyama-Bucht, Japan

Leuchtkalamare

Es sieht aus, als ginge im Meer eine Riesenparty ab. Von März bis Mai jeden Jahres glitzern die Wellen in der Toyama-Bucht von Honshu wie eine Discokugel. Verantwortlich dafür sind die winzigen Watasenia scintillans − Leuchtkalamare. Sie sind nur 7 cm lang, kommen aber millionenfach im Frühjahr hierher, um zu laichen. Ihre Körper sind von Photophoren bedeckt, lichtaussendenden Zellen, die leuchtend blau aufblitzen und pulsieren. Dient das der Kommunikation, Abschreckung, Jagd? Beeindruckend ist es allemal.

Bootstouren werden von März bis Mai um ca. 3 Uhr früh veranstaltet. Informationen im Hotaruika (Leuchtkalamar) Museum in Namerikawa.

Amsterdam, Niederlande

Fluoreszenz

Man muss nicht zugedröht sein, um im Electric Ladyland umgehauen zu werden. Es ist das erste – und sicher einzige – Museum für fluoreszierende Kunst und befindet sich im holländischen Amsterdam. Die Besucher steigen hinab in eine unterirdische Galerie voll surrealer Formen und psychedelischer Wellen. In anderen Räumen kann man etwas über die Entwicklung von Fluoreszenz lernen. Eine große Sammlung ausgestellter Gesteinsbrocken sieht grau aus, bis sie bei UV-Licht hell aufleuchtet.

Adresse: Tweede Leliedwarsstraat 5, nahe beim Anne-Frank-Haus (www.electric-lady-land.com)

Las Vegas, USA

Neon-Lichter

Die NASA behauptet, Las Vegas sei der hellste Punkt der Erde. Kein Wunder: In der Spielerstadt glühen Milliarden von Lampen, 24 000 km Neonlichter sind es auf dem Strip allein. Das Resultat ist ein gleißendes Loch in der Wüste von Nevada, vom dürftigen Blinken der Chapel-O-Love-Neonschilder bis zum Sky Beam des Luxor Hotels – dem stärksten Lichtstrahl der Welt. Vergiss' nicht den Neonlichter-Friedhof im Museum, wo alle Lichter ausgehen.

Geführte Tages- und Nachttouren im Neon Museum (770 Las Vegas Blvd): www.neonmuseum.org

Waitomo, Neuseeland

Glühwürmchen

Steig' hinab in die Waitomo Caverns auf Neuseelands Nordinsel und begegne dort Arachnocampa luminosa, und zwar einer ganzen Menge davon. Bei Licht sehen die Glühwürmchen nicht so appetitlich aus, aber im Dunkeln funkeln sie wie Weihnachten. Gleite durch eine der Waitomo Caverns, in einem Boot oder mit einem aufblasbaren Reifen – und es ist wie im Märchen: Das 300 Mio. Jahre alte Labyrinth scheint eine Sternendecke zu haben. Dass das Leuchten eine chemische Reaktion ist, um Beute anzulocken, tut dem Zauber keinen Abbruch.

Die Waitomo Caves liegen 200 km (etwa 3 Std.) südlich von Auckland; siehe www.waitomo.com

Berlin, Deutschland

Lichterfest

Beim Lichterfest leuchtet Berlin wie sonst nie. Zehn Tage lang werden im Oktober Straßen und Gebäude der Hauptstadt zu 3D-Leinwänden für glitzernde Kunstinstallationen, die von 19 Uhr bis Mitternacht an die Gebäude projiziert werden. Und die ganze Stadt wird zu einem Strudel von Farbe und Kreativität. „Lightseeing-Touren“ werden per Bus, Schiff, zu Fuß und mit dem Segway angeboten, aber einfach nur anschauen ist kostenlos.

Das Fest Mitte Oktober dauert 10 Tage; das Programm findst du auf festival-of-lights.de • Von Sarah Baxter

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