DominicaDieses Karibikparadies kennt fast niemand - zu unrecht

Der Wood Ford Hill Strand auf Dominica  - (Foto: ©Discover Dominica Authority)
Der Wood Ford Hill Strand auf Dominica - (Foto: ©Discover Dominica Authority)

Dominica? Nein, eben nicht Dominikanische Republik. Die Insel heißt Dominica, bietet wunderbare Natur und einige großartige Strände. Nur eins fehlt ihr: Touristenmassen.

Guadeloupe? Schon gehört. Martinique? Klar! Zwischen den beiden Karibikinseln liegt aber noch eine weitere Insel, deren Name kaum jemandem geläufig ist: Dominica. Dabei weist sie ebenso schön Sandstrände und Natur auf wie ihre Nachbarn. Und weil sie eben noch nicht so bekannt ist, hat sie weniger Touristen. Genau das suchen ja viele: den Lonely Planet, den einsamen Ort, der nicht von Pauschaltouristen überrannt ist.

Groß ist Dominica nicht: rund 50 Kilometer lang und 22 Kilometer breit. Etwa 73.000 Menschen leben hier. Davon - und das ist eine Besonderheit - rund 2.200 Ureinwohner. Gesprochen wird hier hauptsächlich Englisch, einige Bewohner unterhalten sich auch auf Kreolisch.

Politisch ist Dominica eine stabile Republik. Allerdings rät das Auswärtige Amt zur Vorsicht. Taschendiebstahl und selbst Raubüberfälle können vorkommen, wenn der Besucher sich in bestimmten Vierteln aufhält. Und zwischen Juni und November können Wirbelstürme die Insel heimsuchen.

Auf Dominica erleben Besucher also ursprüngliches Karibikflair. Die geothermischen Aktivitäten rund um die Vulkane und der reichhaltige Regenwald machen die Insel besonders. Hier einige Beispiele von interessanten Orten auf der Insel.

Das lebende Dschungel-Klischee: Emerald Pool

Die Szene ist schon fast Klischee: Der Abenteurer schlägt sich durch den Dschungel. Plötzlich eine Lichtung. Darin ein Wasserfall, der in einen grünblauen See hinabfällt. Im Film badet sich dann hier meist noch eine anmutige Dame. All das kann man mit dem Emerald Lake bekommen. Der Weg führt durch den Dschungel, unterbrochen nur von einigen Aussichtspunkten. Der Wasserfall stürzt sich aus 12 Metern Höhe und der darunter liegende See heißt nicht umsonst "Emerald Pool" - also Smaragd-Teich. Nur das Baden, das muss man hier schon selbst übernehmen.

50 Shades of Green: Morne-Trois-Piton-Nationalpark

1.387 Meter ragt der Morne-Trois-Piton-Vulkan in den Himmel. Um ihn herum hat sich ein einzigartiger Lebensraum breitgemacht, ein Regenwald der Vielfalt, mit allen Grünschattierungen, die man sich vorstellen kann. Diese Einzigartigkeit erkennt auch die UNESCO an, die den Nationalpark zum Weltnaturerbe erhob. Das hat keine andere Karibikinsel.

Besucher finden hier außerdem einen Nebelwald, wunderbare Seen und einige Wasserfälle, wie zum Beispiel die Middleham Falls. Dazu kommt noch das Titou Gorge, ein tiefer Felseinschnitt, durch den Besucher hindurch schwimmen können.

Tauchen wie im Sektglas: Champagne Reef

Die vulkanischen Aktivitäten enden keinesweg mit der Küste Dominicas. Auch im Meer rund um die Insel treten an einigen Stellen Gase aus. Im Wasser bilden diese Gase kleine Blasen, die sich wie an Perlenketten gereiht nach oben bewegen. Eben genauso, wie es im Champagnerglas zu sehen ist. Und für Taucher ist das ein ganz besonderes Erlebnis. Bunte Fische und Korallen gibt es hier freilich auch zu sehen.

Die Hauptstadt: Roseau

Etwa 11.000 Menschen haben sich in der Hauptstadt der Insel angesiedelt, in Roseau. Hier befindet sich der Tiefseehafen, an dem gelegentlich Kreuzfahrtschiffe anlegen. Ansonsten besticht die Stadt mit Steinhäusern und Gebäuden im englischen Kolonialstil (viktorianisch) sowie einem bunten Markttreiben. Es gibt einen botanischen Garten und ein Museum.

Die Hütte der Hexe: Indian River

Jack-Sparrow-Fans werden diesen Ort vielleicht schon einmal gesehen haben. Im Teil zwei des Fluchs der Karibik treffen Abenteurer auf eine Hexe, die in Sümpfen umgeben von Mangroven wohnt. Diese Szenen wurden am Indian River auf Dominica gedreht. Die Filmcrew baute anschließend die Kulissen wieder ab - bis auf eine Hütte, die sich einfach zu gut ins Landschaftsbild einpasste. Darum steht also hier noch heute eine Hexenhütte.

Auch sonst ist die ruhige Bootsfahrt auf dem Indian River ein Erlebnis. Ruderer warten auf Besucher an der Mündung des Flusses am Ort Portsmouth.

Einmal Apokalypse: Boiling Lake

Keine Sorge: Hier werden keine Touristen abgekocht. In diesen See sollte man sowieso tunlichst nicht hineinsteigen. Der Boiling Lake auf Dominica ist mit seinen 63 Metern Durchmesser der zweitgrößte kochende See der Welt (der größte ist der Frying Pan Lake auf Neuseeland). Vermutlich entstand er, als eine Austrittsstelle von Dampf und Magma mit Wasser volllief.

Der Boiling Lake ist nur über eine Wanderung zu erreichen und die hat es durchaus in sich. Denn die Tour dauert rund sechs Stunden und führt dabei auch durch das Valley of Desolation, zu Deutsch etwa "Tal der Trostlosigkeit", mit Schwefelströmen, Dampfquellen und Geysiren.

Besuch bei den Ureinwohnern: Kalinago Barana Autê

Die Kalinago sind die indigenen Ureinwohner Dominicas. In dem Territorium, das beim Dorf Bataka beginnt, pflegen die rund 2.200 Kalinagos ihre Bräuche. Und sie zeigen sie gerne. In einer rund 45 Minuten dauernden Tour werden Besucher durch das Museumsdorf geführt. Anschließend gibt es noch Snacks und Souvenirs. Zum Beispiel die kunstvoll geflochtenen Körbe der Ureinwohner.

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