Der perfekte TripKaribik

© Justin Foulkes
© Justin Foulkes

Hunderte Trauminseln drängen sich im Karibischen Meer. Da fällt die Wahl schwer. Deshalb gibt's von uns einen Vorschlag: ein stressfreies Inselhopping zu fünf benachbarten Mini-Paradiesen mit Anti-Langeweile-Garantie. Wandern, surfen, segeln oder am einsamen Strand relaxen - was hätten Sie gern?

Der Reiseplan

Wie eine Perlenkette liegen die Kleinen Antillen im Karibischen Meer. Warum nur eine besuchen, wenn die nächste Tropenschönheit nebenan schon wartet? Von Guadeloupe im Norden geht es mit schönen Zwischenstopps bis zu St. Vincent und den Grenadinen im Süden.

Guadeloupe

Frankreichs Karibik lockt mit aufregender Vielfalt und Laissez-faire

Aus der Luft betrachtet, sieht sie aus wie ein grüner Falter, der mit ausgebreiteten Flügeln im Meer treibt. "Schmetterlingsinsel" wird das französische Übersee-Departement deshalb auch genannt. Was nicht ganz korrekt ist, denn Guadeloupe ist nicht ein einzelnes Eiland, sondern ein ganzes Archipel: Basse-Terre im Westen und Grande-Terre im Osten bilden die Flügel des "Falters", die vom etwa 50 Meter schmalen Meeresarm Rivière Salée getrennt und von den Inseln La Désirade, Marie-Galante und den Îles des Saintes !ankiert werden. Fünf auf einen Streich – wo soll man da beginnen? Die Stadt Point-à-Pitre auf Grande-Terre ist dank ihrer zentralen Lage am Brückenübergang zu Basse-Terre mit Flughafen und allerlei Fährverbindungen idealer Ausgangspunkt für eine "Tour de France Caraïbe". Auf geht’s! Nur sieben Kilometer südlich befindet sich das Küstenstädtchen Le Gosier, übersetzt "Pelikan". "Wegen der Form", erklärt Tourguide Danielo. "Der Ort ist lang und schmal. Da er keinen zentralen Platz hat, findet hier ausnahmsweise kein Markt statt." Dafür aber schmückt ihn ein vorgelagertes Inselchen: Îlet du Gosier liegt 600 Meter vom Ufer entfernt und bietet neben einer lässigen Beachbar Ruhe satt. Auf Fischerbooten kann man sich für schmales Geld hinüberkutschieren lassen. Wer später auf der flachen Kalkinsel die Küstenstraße entlangzuckelt (der Karibe pflegt ein geruhsames Fahrtempo von ca. 15 Stundenkilometern), entdeckt bunte Märkte und große Zuckerrohrplantagen, die auch weite Teile des Landesinneren bedecken.

Es geht nach Sainte-Anne, Saint-François und Port-Louis. Hier lohnt ein Picknick-Stopp am Plage du Souffleur, der "Strand des Flüsterers", wo man auf schattigen Bänken unter Palmen relaxen kann. Lust auf ein wildes Naturschauspiel? Dann auf nach Pointe des Châteaux, die äußerste Ostspitze von Grande-Terre: Hier treffen das Karibische Meer und der Atlantik an schroffen Klippen tosend aufeinander. Eine neue Welt tut sich auf, wenn man den Rivière Salée nach Basse-Terre überquert und die Route quer durch den Parc National de la Guadeloupe nimmt: Sattgrüner Regenwald schmiegt sich hier an die Hänge des Vulkans La Soufrière. Auf halber Strecke kommt man am Wasserfall Cascade aux Ecrevisses vorbei. Perfekt, um sich ein erfrischendes Bad zu gönnen. An der Westseite der Insel schlängeln sich steile Serpentinen am Vulkan hinab an die Küste, wo die Îlets Pigeon in Jacques Cousteaus Unterwasserreservat Taucher aus aller Welt anlocken. Nicht verpassen darf man die Îles des Saintes, ein aus neun Mini-Inseln bestehendes Archipel, von denen nur die Hauptinseln Terre-de-Bas und Terre-de-Haut bewohnt sind. Wer auf Letzterer mit einer der vielen Leih- Vespas die Hügel zur historischen Burg Fort Napoléon hochmüsst, wird oben reichlich belohnt - mit einem Schnappatmungs-Ausblick!

Text: Stefanie Will, Rory Goudling, Fotos: Justin Foulkes

Den vollständigen Artikel mit Infos zu weiteren spannenden Inseln der Karibik finden Sie in der November-Ausgabe des Lonely Planet Traveller.

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Hinkommen

Guadeloupe wird ab Zürich, Wien und Frankfurt a. M. von Air France via Paris angeflogen (airfrance.de). Nonstop nach Barbados geht's mit Condor ab Frankfurt a. M., mit Zubringeroption aus Wien und Zürich (condor.com). Ebenfalls mit Condor gelangt man ab Frankfurt a. M. via Manchester nach St. Lucia. Von Wien und Zürich aus wird die Insel von British Airways via London angesteuert (britishairways.com).

Wie lange bleiben?

Wenn Sie der Route wie hier beschrieben folgen wollen, sollten Sie mindestens 10 Tage einplanen. So haben Sie zwei Tage pro Insel zur Verfügung. Reisetage müssen nicht extra einkalkuliert werden, da die Transfers zwischen den Inseln sehr kurz sind. Dennoch: Je mehr Zeit man zur Verfügung hat, desto tiefer kann man in dieses paradiesische Archipel eintauchen.

Reisebudget

Übernachtungen in Mitellklasse-Hotels oder kleinen Pensionen kosten zwischen 50 und 80 € pro Nacht. Größere Resorts mit Strandlage schlagen mit gut 120 bis 140 € pro Nacht zu Buche. Luxus-Herbergen können leicht zwei- bis dreimal so teuer sein. Wer in schicken Restaurants speisen will, muss mit Preisen von 40 bis 60 € pro Person rechnen. Wesentlich günstiger und authentischer sind kleine Lokale, in denen einheimische Küche serviert wird. Die Landeswährung auf Guadeloupe ist der Euro. Auf Dominica, St. Lucia sowie St. Vincent und den Grenadinen zahlt man mit dem Ostkaribischen Dollar XCD (1 € = ca. 3 XCD). Barbados hat seinen eigenen Barbados-Dollar BBD (1€ = ca. 2,25 BBD). Auf vielen Inseln wird auch der US-Dollar akzeptiert.

Wann hinfahren?

Die Temperaturen liegen das ganze Jahr über bei 27-32 °C. Die trockene Jahreszeit geht von Dezember bis Mai, die Regenzeit beginnt offiziell im Juni und endet im November, wobei es im Juni durchaus noch sehr schön ist und man tolle Low-Season-Schnäppchen machen kann. Im September und Oktober ist Hurrikan-Season!

Buchtipp

Der Iwanowski-Reiseführer "Karibik - Kleine Antillen" zeigt die Eilande abseits des Mainstream. Perfekt für Individualreisende (22,95 €).

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