In einem Zug durch Europa: Wie geht InterRail?

Verstaubtes Image? Bestimmt nicht! Mit einem Ticket über den ganzen Kontinent fahren ist cool, Motto: abends in Paris einschlafen und morgens in Barcelona aufwachen.
Tipps & Infos rund um InterRail in Europa

Backpacking in Europa

Wir haben deshalb die einzelnen Regionen genauer unter die Lupe genommen – hinsichtlich Infrastruktur, Unterkünfte, Preisniveau, Sprache, Internet, Klima und beste Reisezeit. Nicht zu vergessen die jeweiligen Highlights im Reiseland.
Backpacking in Europa

Das ist Europa

 In einem Boot die Côte d’Azur entlangfahren, in einer Gondel durch Venedig gleiten, die Pisten in den Alpen runtersausen oder in einem Wiener Kaffeehaus an einer Melange nippen – Europa bietet unendlich viele Möglichkeiten für unvergessliche Erlebnisse.

Europa wird dank seiner langen Kulturgeschichte nie langweilig. Von neolithischen Fundstätten und griechischen Ruinen bis hin zu gotischen Kathedralen und verfallenen Burgen – eine Reise durch Europa mutet schon mal wie eine Zeitreise durch die Geschichte an. Auch wenn es sich um eine der vorwärtsgewandtesten Regionen der Welt handelt, sind Gegenwart und Zukunft hier doch unweigerlich von der Vergangenheit geprägt. Wer die turbulente Geschichte des Kontinents kennt, lernt die Eigenheiten der einzelnen Nationen zu verstehen. Zum Glück mangelt es nicht an faszinierenden Museen, die einen Überblick vermitteln – vom prachtvollen Louvre über das British Museum bis hin zum Amsterdamer Rijksmuseum, das kürzlich nach zehnjähriger Sanierung wiedereröffnet hat.

Auch für die schönen Dinge des Lebens hat Europa viel zu bieten. Feinschmecker kommen in den unterschiedlichen Länderküchen ganz auf ihre Kosten, es kann entspannt oder bis zum Umfallen eingekauft und bis in die frühen Morgenstunden getanzt werden – noch dazu an einem einzigen Tag. Und das Beste: Das nächste Land ist nie weit weg. Innerhalb weniger Stunden kann man das glitzernde Mittelmeer gegen Berliner Bars, antike Ruinen in Rom oder schneebedeckte Gipfel in den Alpen eintau­ schen. Europas Vielfalt ist einmalig auf der Welt.

Egal, wohin die Reise geht, sie wird unvergesslich sein. In diesem Sinne bon voyage, happy travels und gute Fahrt. Wir freuen uns über Postkarten.

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Gut zu wissen Tipps & Infos für Deine Europa-Reise

Währung: Euro (€), Pfund Sterling (£), Schweizer Franken (SFR) und Tschechische Krone (Kč)

Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch und Tschechisch

Visa: Für Bürger der EU und der Schweiz bis neunzig Tage Aufenthalt nicht erforderlich.

Geld: Geldautomaten sind allgegenwärtig. Gängige Kreditkarten werden in den meisten Geschäften, Restaurants und Hotels akzeptiert.

Handys: Jeweilige Landes-SIM-Karten passen in fast alle modernen Handys. Vorsicht vor hohen Roaming-Gebühren.

WLAN: Gibt es in den meisten Hotels und Cafés, meistens gratis, manchmal gegen eine kleine Gebühr.

Tägliche Kosten

Untere Preisklasse: Weniger als 100 €

  • Doppelzimmer im preiswerten B&B: 60 €
  • Günstiges Bistro-Mittagsmenü: 15 €
  • Eintritt/Museum: 10 €

Mittlere Preisklasse: 100–220 €

  • Doppelzimmer im Mittelklassehotel oder B&B: 80–120 €
  • Essen à la carte im Restaurant mit einem Glas Wein oder Bier: 20–30 €
  • Eintritt/Museum und Tagespass für öffentliche Verkehrsmittel: 15 €

Gehobene Preisklasse:  Mehr als 220 €

  • Übernachtung im Luxushotel: 150 €
  • Dreigängemenü mit Wein: 35–45 €
  • Eintritt/Museum einschließlich Führung: 25 € Taxikosten: 10–15 € 
Ankunft in...
  • London: Es gibt Zugverbindungen von Heathrow nach London Paddington (20 Min.) und von Gatwick nach London Victoria (20 Min.). Die Heathrow-Terminals sind per U-Bahn zu erreichen.
  • Paris: Busse (1 Std.) und Züge (30 Min.) pendeln von Charles de Gaulle und Orly nach Paris.
  • Berlin: Der TXL-Bus fährt von Tegel zum Alexanderplatz (40 Min.).
  • Madrid: Mit der U-Bahn-Linie 8 (15 Min.) und dem Exprés Aeropuerto (40 Min.) geht es ins Stadtzentrum.
  • Amsterdam: Es gibt regelmäßige Zugverbindungen (20 Min.) von Schiphol zur Centraal Station.
  • Rom: Mit Bus (1 Std.) und Zug (30 Min.) geht es vom Flughafen ins Stadtzentrum.
An- & Weiterreise
  • Auto: Es gibt ein umfassendes Autobahn- und Bundesstraßennetz in ganz Europa. In vielen Ländern wird eine Maut erhoben und Benzin ist teuer.
  • Zug: Viele große Städte in Europa sind mit Hochgeschwindigkeitszügen vernetzt; im Regionalverkehr fahren langsamere Züge. Zugfahren ist oft schneller und günstiger als zu fliegen.
  • Flugzeug: Zahlreiche Billigfluglinien haben Inlandsflüge im Angebot, fliegen aber oft nicht die großen Flughäfen an.
  • Bus: Vor allem in kleineren Städten und ländlichen Gegenden.
Schlafen
  • Hotels: Es gibt eine Riesenauswahl, von Bretterbuden bis hin zum Luxushotel. 
  • B&Bs: Sind in der Regel nicht so gut ausgestattet wie Hotels, haben aber mehr Charme.
  • Hostels: Gibt es in fast jeder Großstadt, mit Mehrbett- oder Einzelzimmern zur Auswahl. 
  • Camping: Zelten ist in ganz Europa sehr beliebt und Campingplätze sind weit verbreitet.

Reisezeit

Hochsaison (Juli & Aug.)

  • Die Tarife für Hotelzimmer schießen im Sommer in die Höhe
  • In den Alpen ist die Skisaison von Dezember bis März
  • Um Ostern ist es schwierig, an Zimmer zu kommen.

Vor- & Nachsaison (April–Mai & Sept.-Oktober) 

  •  In den meisten europäischen Ländern ist das Wetter warm und beständig
  • Es gibt weniger Touristen, aber einige Sehenswürdigkeiten sind kürzer geöffnet.

Nebensaison (Nov.–März)

  • Augen auf: Es werden vermehrt Billigflüge und günstige Unterkünfte angeboten
  • Einige Hotels und Sehenswürdigkeiten schließen, manche Aktivitäten werden nicht angeboten.
Reiseplanung

Einen Monat im Voraus
Zugtickets buchen. Die meisten Bahngesellschaften bieten bei frühzeitiger Buchung attraktive Ermäßigungen an.

Zwei Wochen im Voraus
Onlinebuchung von Eintrittskarten für berühmte Sehenswürdigkeiten, z. B. Alhambra in Granada, Louvre in Paris und Kolosseum in Rom.

Bei der Ankunft
Möglichst einen Städtepass kaufen, der in großen Städten freie Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmittel und z. T. freien oder ermäßigten Eintritt gewährt.  

Aufgepasst!
  • Reisezeit: Im Juli und August schießen die Preise oft in die Höhe und auch Zimmer sind nicht leicht zu finden. An Ostern ist es ähnlich.
  • Taschendiebstähle: Stellen ein Problem in vielen Städten dar, vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln und rund um berühmte Sehenswürdigkeiten.  

25 Top-Highlights in Europa

Antikes Rom

Vom verfallenen Kolosseum über das antike Forum bis hin zur Via Appia Antica – es gibt nur wenige bewegendere Sehenswürdigkeiten als die Ruinen des antiken Roms. Vor 2000 Jahren war diese Stadt Mittelpunkt des größten Reichs der Antike, in dem sich Gladiatoren bekämpften und Herrscher in unvorstellbarem Luxus lebten. Heute ist Rom eine atmosphärische Stadt, in der die Vergangenheit überall greifbar ist.

Kaiserliches Wien

Die opulente und zugleich elegante Hofburg versetzt Besucher beim Anblick der Kaiserkronen der Schatzkammer, des Pferdeballetts der Spanischen Hofreitschule und der mit Kronleuchtern bestückten Räume der Kaiserin Elisabeth zurück ins Wien der Habsburgermonarchie. Mit dieser Pracht können es nur noch das Schloss Schönbrunn – eine Unesco-Welterbestätte mit 1441 Zimmern – und das barocke Schloss Belvedere aufnehmen, beide von herrlichen Gärten umgeben.

 

Alhambra, Granada

Die Stadtburg Alhambra ist wohl eines der besten Beispiele islamischer Kunst der Welt. Sie steht auch für 800 Jahre Maurenherrschaft in einer Region, die einst Al-Andalus hieß. Schon von Weitem ragen die Türme der roten Festung der Alhambra über Granadas Skyline, im Hintergrund schimmern die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada. Aus der Nähe betrachtet ergänzt der perfekt proportionierte Palastgarten Generalife die phantastischen Details des Palacio Nazaríes. Kurz gesagt: es handelt sich um das schönste Bauwerk Spaniens.

Jungfraujoch

Durch die Schweiz zu reisen ist ein einziges landschaftliches Highlight: nach jeder Kurve bietet sich ein neues atemberaubendes Panorama. Für die ultimative alpine Aussicht ist das Jungfraujoch ein absoluter Garant. Ein Zug, der sich jeder Schwerkraft widersetzt, tuckert zum höchsten Bahnhof Europas (3471 m) hinauf, von wo aus sich ein unvergesslicher Blick auf verschneite Gipfel, messerscharfe Bergspitzen und funkelnde Gletscher bietet. Unbedingt warm anziehen und Sonnenbrille und Kamera nicht vergessen.

Weinberge der Champagne

Es gibt nur ein Getränk, mit dem höchst feierlich angestoßen werden kann – Schampus. Auf den sanft ansteigenden Weinbergen der Champagne rund um Reims und Épernay sind zahlreiche renommierte Namen vertreten wie Mumm, Mercier, De Castellane und Moët & Chandon. Viele Kellereien bieten Führungen und dégustations (Verkostungen) an. Außerdem gibt es rund 5000 kleine vignerons (Winzer), die alle ihren ganz eigenen Champagner herstellen.

La Sagrada Família, Barcelona

Barcelona ist berühmt für seine Jugendstil-Architektur, insbesondere die von Antoni Gaudí. Sein Meisterwerk ist diese mächtige Kathedrale, die auch achtzig Jahre nach seinem Tod noch nicht vollendet ist – eine bizarre Kombination aus verrückt und klassisch: gotische Elemente wechseln sich mit exzentrischen Experimenten und ungewöhnlichen Winkeln ab. Nach achtzigjähriger Bauzeit ist immer noch nicht sicher, wann die Kathedrale fertig sein wird – aber auch so gehört sie schon zu den Wunderwerken der heutigen Zeit.

Antike Bauwerke in Athen

Die 2500 Jahre alte Stadt Athen steckt noch immer voller architektonischer Andenken an das griechische Imperium. Das prächtigste von allen ist die Akropolis, das viele Wissenschaftler als das bestproportionierte Bauwerk erachten, das je errichtet wurde. Außerdem gibt es u. a. die Antike Agora (Marktplatz) sowie den Tempel des Olympischen Zeus zu besichtigen und antike Artefakte im Akropolis-Museum zu bestaunen.

Historisches Prag

Seit Prag hinter dem eisernen Vorhang aufgetaucht ist, ist die Stadt eine der anziehendsten und dynamischsten in Europa. Manches hat sich seit dem Mittelalter kaum verändert: gepflasterte Sackgassen schlängeln sich, gesäumt von krummen Stadthäusern, barocken Gebäuden und eleganten Brücken, durch die Altstadt. Wer sich für Burgen und Schlösser interessiert, sollte sich unbedingt die Prager Burg anschauen: die 1000 Jahre alte Festung umfasst rund 7 ha und ist damit das größte Burgareal der Welt.

Biergenuss in München

Dass man in München Bier trinken kann, das weiß jeder. Allerdings gibt es hier so viele verschiedene Orte dafür, dass München für Bierliebhaber das absolute Paradies ist. Da ist natürlich das Oktoberfest, außerdem gibt es die bekannten Bierhallen: vom berühmtberüchtigten Hofbräuhaus bis zu den wunderbaren Augustiner Bräustuben. Oder man setzt sich mit seinem Hellen einfach in einen Park und genießt es, draußen zu sein.

Eiffelturm, Paris

7 Mio. Besucher pro Jahr besichtigen den Eiffelturm, das Pariser Wahrzeichen, das seinem Ruf auf jeden Fall gerecht wird. Es gibt verschiedene Wege hinauf: Masochisten können die Stufen der 324 m hohen Treppe erklimmen, während andere für den Aufzug zahlen. Egal wie man nach oben gelangt, die Aussicht auf Paris ist atemberaubend. Am besten ist eine Besichtigung abends, wenn die Massen gehen und die Stadt der Lichter voll und ganz zur Geltung kommt.

Dublin

Sei es der georgianische Park St. Stephen’s Green oder das geschichtsträchtige Kilmainham Gaol – in Dublin ist die nächste literarische oder historische Sehenswürdigkeit nie weit. Und anschließend gehtʼs ins Pub, um ein Pint zu genießen – es ist sogar möglich, zur originalen Guinness-Brauerei am Stadtrand zu pilgern. So oder so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, mit netten Iren ins Gespräch zu kommen und neue Freundschaften zu schließen.

 

Amsterdams Grachten

Zu behaupten, dass Amsterdamer das Wasser lieben, wäre eine klare Untertreibung. Es ist lange her, da gelangte Amsterdam dank des Seehandels zu erstem Reichtum. Heute laden Grachten, auf denen rund 3300 Hausboote zu bewundern sind, zu einem Bummel ein. Noch besser ist eine Bootstour, bei der sich eine ganz neue Perspektive auf architektonische Einzelheiten wie die Verzierungen der Brücken ergibt. Und man kann den Gästen in den Straßencafés zuwinken.

Bath und seine Architektur

Großbritannien rühmt sich einiger toller Städte, aber die schönste von allen ist Bath. Zur Römerzeit entstand hier wegen des heißen Wassers, das an die Oberfläche sprudelt, ein Kurort. Im 18. Jh. wurden die Quellen wiederentdeckt und Bath ist seither the place to be, an den die britische High Society pilgert. Prächtige georgianische Stadthäuser, halbmondförmig angelegte Häuserreihen und palladianische Herrenhäuser (dazu die römischen Ruinen, eine wunderschöne Kathedrale und ein Heilbad aus dem 21. Jh.) – Bath verlangt ungeteilte Aufmerksamkeit.

Bootfahren auf dem Rhein

Niemand sollte sich eine Bootsfahrt auf dem Rhein entgehen lassen. Von Deck aus lässt sich wunderbar beobachten, wie die herrliche Landschaft langsam an einem vorbeigleitet: Weinberge, verschlafene Städtchen und hin und wieder die Ruinen einer mittelalterlichen Burg. Mit Zwischenstopps zur Verkostung einiger regionaler Weinsorten und einem Bummel durch eines der Fachwerkdörfer ist der Rhein ein absolutes Highlight.

Santorin

Die idyllische griechische Insel Santorin zieht jeden in Bann. Die im Wasser versunkene Caldera ist ein absolutes Naturwunder: sie wird von Lavaklippen umragt, auf denen weiße Städtchen wie Zuckerguss auf den Klippen thronen. Die beste Aussicht bietet sich bei einem Spaziergang von der Hauptstadt Fira bis zum nördlich gelegenen Dorf Oia mit atemberaubender Lage. Bei einem eiskalten Mythos-Bier in Oia kann man sich nach der Wanderung ausruhen und auf den berühmten Sonnenuntergang freuen.

Skifahren in Chamonix

Was James Bond kann, können andere auch: Die Vallée Blanche in Frankreich ist ein einmaliges Erlebnis. Die fünf Stunden, die es braucht, um die 20 km lange Abfahrt abseits von Skipisten von der Spitze der Aiguille du Midi bis zum Bergsteiger-Zentrum Chamonix zu bewältigen, sind eine unvergessliche Erfahrung, die einem das Adrenalin wie nie zuvor nur so durch die Venen pumpt. Lust auf mehr? Dann nichts wie auf die längste schwarze Piste (16 km) Europas in Alpe d’Huez.

Edinburgh

Edinburgh ist eine Stadt mit vielen Facetten, berühmt für seine zahlreichen Festivals, gerade im Sommer ist hier viel los. Die schottische Hauptstadt hat aber auch außerhalb der Hochsaison viel zu bieten: die Silhouette der Burg vor blauem Frühlingshimmel oder (noch stimmungsvoller) die Altstadt mit ihren Turmspitzen im Nebel, Regen auf Kopfsteinpflaster oder ein warmes Licht aus einem Pub, das an einem frostigen Dezembertag unwiderstehlich wirkt.

Nachtleben in London

Weltberühmte Theater, herausragende Kinos, geschichtsträchtige Veranstaltungsorte und angesagte Nachtclubs – vor allem nachts pulsiert das Leben in der Hauptstadt des Vereinigten Königsreichs. Viele haben meistens schon ein Musical oder Theaterstück im West End eingeplant, aber das ist erst der Anfang: das Londoner Nachtleben lockt Zuschauer ins berühmte Parterre von Shakespeare’s Globe Theatre, in einen Blockbuster am Leicester Square oder mit gehobenerer Kultur ins Royal Opera House. Kniffelig wird es nur bei der Frage, wann Zeit zum Schlafen bleibt.

Berlin, Ost & West

Mehr als zwanzig Jahre nach dem Mauerfall fällt es schwer, sich vorzustellen, dass durch diese heute überaus weltoffene Stadt einst die Grenze des Kalten Kriegs verlief. Vieles erinnert jedoch noch an die Zeit, als Berlin eine geteilte Stadt war: Ein Spaziergang durch das Brandenburger Tor, der Anblick der mit Graffitis übersäten East Side Gallery oder des geschichtsträchtigen Checkpoint Charlie – all das hilft zu verstehen, wie die deutsche Hauptstadt tickt.

Venedig im Winter

Venedig ist eine der bezauberndsten Städte der Welt, aber die Schönheit hat ihren Preis: Touristenmassen. Im Sommer quillt Venedig über vor Menschen. Anders im Winter: weniger Touristen, glasklares Licht und stimmungsvolle Atmosphäre wie selten. Die Seitenstraßen des Viertels Dorsoduro laden zu einem Bummel ein, im Anschluss ruft die Kunst: in der Galleria dell’Accademia und der Collezione Peggy Guggenheim.

 

Matterhorn

Der Anblick des Matterhorns ist einfach überwältigend: Der faszinierende Einzelgänger überragt die Holzchalets des Schweizer Dorfs Zermatt und lässt sich am besten entweder von einem ruhigen Straßencafé aus bewundern oder bei einer Wanderung in die Berge, in seinem Schatten und begleitet vom Klang ferner Kuhglocken, auf einem der vielen Wanderwege oberhalb der Stadt. Oder man gönnt sich bei einer Ski-Abfahrt eine Pause, um den zerklüfteten spitzen Gipfel zu bestaunen.

Giant’s Causeway

Die bizarre geologische Formation in Nordirland aus mehr als 40.000 Basaltsäulen taucht an der Nordostküste der Grafschaft Antrim aus dem Meer auf. Es ranken sich viele Legenden um sie (Einheimische behaupten, es handele sich um das Werk eines sagenhaften Riesen), aber die Basaltsäulen entstanden tatsächlich nach einer schweren vulkanischen Eruption vor etwa 50 bis 60 Mio. Jahren. Die nahe gelegene Seilbrücke Carrick-a-Rede baumelt 30 m über den tosenden Wellen der Irischen See.

Barockes Salzburg

Eine Burg auf einem Hügel, Kopfsteinpflastergassen aus dem 17. Jh., Mozart, die unvergleichliche Trapp-Familie – wenn es Salzburg nicht gäbe, müsste man diese Stadt erfinden, um jedes Jahr auf’s Neue begeisterte Österreich-Besucher glücklich zu machen. Schwer zu sagen, was hier für die größte Begeisterung sorgt, aber schneller als man „do-re-mi“ sagen kann, verschlägt es einen von der Stadt der Musik in die wunderschönen, hohen Berge.

Belgisches Bier & Schokolade

Belgien hat für jede Jahreszeit eine Biersorte parat: vom kräftigen Lambic bis zum würzigen Trappistenbier gibt es eine überwältigende Auswahl. Brauereien in Brüssel oder Straßencafés in Brügge und Gent laden ein, sich diese zu Gemüte zu führen. Auch für Naschkatzen ist gesorgt: In unzähligen Läden gibt es die berühmte belgische Schokolade zu kaufen, von Pralinen, die auf der Zunge zergehen bis zur mit Alkohol gefüllten Variante.

Toskana

Die sanften, mit Weinfeldern übersäten Hügel der Toskana im goldenen Sonnenlicht sind der Inbegriff dessen, was den Reiz dieser Region ausmacht. Unzählige Bücher, Postkarten und Lifestyle-TV-Shows künden von ihrer Schönheit, aber am besten überzeugt sich jeder selbst davon. Malerische, auf Hügelkuppen drapierte Städtchen wetteifern mit einer atemberaubenden Landschaft und dem besten italienischen Essen und Wein – es überrascht daher kaum, dass die Toskana ein Touristenmagnet ist. Am ruhigsten ist es im Frühling oder Herbst.

Europäische Landschaften

Einer der reizvollsten Aspekte an Europa ist die landschaftliche Vielfalt. An einem einzigen Tag kann man von den leuchtenden Mittelmeerstränden zu Eisgletschern in den Alpen fahren oder sich umgekehrt von schneebedeckten Gipfeln und Hügellandschaften zu Weiden und Ackerland aufmachen, die von oben an einen Flickenteppich erinnern, um zuletzt am azurblauen Meer zu stehen. Ergreifende Landschaften gibt es auch für Europäer immer wieder neu zu entdecken.

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Berge

Was die Dimensionen anbelangt, tut sich ein europäischer Gebirgszug besonders hervor: die Alpen. Deren zerklüftete Gipfel reihen sich auf einer Strecke von mehr als 1200 km zwischen Nizza und Wien aneinander und überspannen die Grenzen von Frankreich, Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Alpen sind mit einer Fläche von fast 192 000 km² nicht nur das größte Gebirge Europas, sondern zugleich auch eins der größten weltweit.

Der höchste Gipfel des Kontinents steht natürlich auch hier: Der faszinierende Mont Blanc (4810 m) wacht über die französischitalienische Grenze und ist den Großteil des Jahres schneebedeckt.

Die Alpen wirken vielleicht auf den ersten Blick wie ein Stück Wildnis, sind aber tatsächlich nicht ganz so unberührt, denn hier durften sich Industrien und Städte mit ausgedehnter Infrastruktur ansiedeln. Der Tourismus als wichtiger Wirtschaftszweig tut ein Übriges: Jedes Jahr kommen die mehreren hundert Skigebiete zusammen auf über 201 Mio. Pistentage.

Viele Gegenden wurden mittlerweile zu Nationalparks erklärt und so vor einer weiteren Bebauung gerettet. Zu den größten zählen der Parc National de la Vanoise und der Parc National des Écrins in Frankreich, der Schweizerische Nationalpark in der Schweiz und der Parco Nazionale del Gran Paradiso in Italien. Dort sind noch viele seltene Wildtiere unterwegs, z. B. Steinböcke, Wölfe, Braunbären, Luchse, Steinadler, Gämsen und Mufflons.

Östlich der Alpen erstreckt sich ein weiteres europäisches Gebirge, die Karpaten, auf 1500 km durch einen Großteil Tschechiens und Osteuropas. Sie sind ein bisschen kleiner, aber nicht weniger spektakulär als die Pyrenäen, die mit 490 km vergleichsweise "kurz" sind und sich jenseits und diesseits der französisch-spanischen Grenze erheben. Im Norden Spaniens ist das 300 km lange kantabrische Gebirge zu finden. Schön sind aber auch die schottischen Höhenzüge, z. B. die Grampians, Cairngorms und das Hochland.

Küsten & Strände

Europa ist an drei Seiten von Wasser umschlossen und hat daher viele spektakuläre Küsten zu bieten. Die meisten Besucher zieht es ans Mittelmeer mit seinen bildschönen Stränden und angenehmen Sommertemperaturen. Auch Spanien, Frankreich, Griechenland und Italien haben tolle, wenn auch sehr unterschiedliche Küstenstreifen. Während z. B. entlang der spanischen Costa Brava zahllose Bettenburgen für Pauschalurlauber entstanden sind, scheinen sich die hübschen Küstenstädtchen und pittoresken Häfen an der italienischen Amalfiküste und der französischen Riviera in den letzten hundert Jahren kaum verändert zu haben.

Die Atlantikküste zieht weit weniger Besucher an als das Mittelmeer. Das liegt vor allem an den kühleren Wassertemperaturen und dem unberechenbareren Wetter. Vielleicht ist es nicht immer der geeignete Ort, um am Strand zu liegen, dafür tanzen aber unzählige Surfer auf den Atlantikwellen. Die Westküsten Spaniens, Frankreichs, Irlands und Südwestenglands bieten die so ziemlich besten Surfbedingungen des Kontinents. Wem es vor allem um die Küstenszenerie geht, der ist in Großbritannien goldrichtig. Die Insel hat die längste Küste Europas (mehr als 17.000 km) und bietet zerklüftete Steilklippen (Cornwall), breite offene Strände (Gower-Halbinsel) und stattliche Felsnadeln (West- und Nordschottland). Der einzige Nachteil ist die Wassertemperatur: Das Meer ist selbst im Hochsommer ziemlich kalt – nichts für Frostbeulen.

Einen Vorteil bietet Großbritanniens Atlantiklage aber: Hier herrscht eine konstante Brandung, sodass Wales, Cornwall und Irland die so ziemlich verlässlichsten Surferreviere in ganz Europa sind, dicht gefolgt von der Gegend um Biarritz (Südwestfrankreich) und dem spanischen Baskenland.

Wälder

Europa war einst von einem riesigen Wald bedeckt, der sich vom Arktischen Ozean bis zum Mittelmeer erstreckte. Schätzungen zufolge machten Waldgebiete ca. 80 % der Fläche des Kontinents aus, doch seit der industriellen Revolution ist der ursprüngliche Baumbestand um etwa die Hälfte bis zwei Drittel geschrumpft. Inzwischen sind große Flächen neu bepflanzt worden, oft mit schnell wachsenden, nicht heimischen Arten wie Kiefern, Tannen und anderen Nadelbäumen. Etwa 5 % der Waldflächen Europas stehen unter Naturschutz und werden von nationalen Behörden verwaltet. Das größte Stück „alten Baumbestands“ außerhalb Osteuropas und Skandinaviens ist mit einer Fläche von 12 000 km² der Schwarzwald in Baden-Württemberg. Weitere schöne Wälder sind die Landes de Gascogne im Südwesten Frankreichs, die Wälder der Karpathen und der New Forest in Südengland.

Inseln

Vor Europas Küsten liegen zahllose Inseln im Meer. Die höchste Konzentration bietet ohne Zweifel Griechenland – letztlich besteht das Land hauptsächlich aus Inseln, darunter Kreta, die Kykladen und Dodekanes. Etwas weniger populär sind die abgeschiedenen Ionischen und Ägäischen Inseln, die ein jeweils ganz eigenes Flair haben und über diverse Sandstrände und einsame, versteckte Buchten verfügen.

Viele Mittelmeerinseln sind vulkanischen Ursprungs. So ist Santorin alles, was von einem riesigen Vulkan übrig blieb, der irgendwann zwischen 1700 und 1500 v. Chr. explodierte. Andere vulkanische Inseln wie Sizilien und die nahen Liparischen Inseln sind unverändert sehr aktiv: Im Ätna und im Stromboli brodelt es regelmäßig und Experten sagen, dass eine große Eruption am Ätna überfällig ist (der letzte ernstzunehmende Ausbruch ereignete sich vor etwa 2000 Jahren).

Die größten Mittelmeerinseln sind Sardinien, Korsika und Sizilien. Sie sind beliebte Reiseziele und werden erwartungsgemäß vor allem von französischen und italienischen Urlaubern frequentiert. An den Stränden ist von Juli bis September am meisten los. Wer in der Zwischensaison kommt, hat die Inseln aber vielleicht so gut wie für sich allein.

Ideal für Urlaub fernab der Menschenmassen sind die britischen Inseln. 45 km vor der südwestlichsten Spitze Englands liegen die winzigen Scilly-Inseln. Nur fünf davon sind dauerhaft bewohnt. Vor der Westküste Schottlands findet man die Inneren und Äußeren Hebriden, ein Stück weiter nördlich die Orkneys mit ein paar der ältesten Siedlungen des Landes und die Shetland-Inseln, die nördlichsten Gefilde der britischen Inseln.

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Sport und Aktivitäten

Europa hat Jahrzehnte sportlicher Errungenschaften auf dem Buckel und die Landschaft, die alles von schneebedeckten Gipfeln bis hin zu saphirblauen Meeren abdeckt, bietet schier unendliche Möglichkeiten, körperlich aktiv zu werden. Auch Vollblutwanderer und -fahrradfahrer, Tauchfanatiker und Adrenalinjunkies können sich auf vielfältige Arten beschäftigen. Wer dazu gern noch ein Stück Lokalkultur hätte, sollte sich zum nächsten Fußballstadion aufmachen...

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Fußball

Fußball ist der europäische Zuschauersport Nummer eins und in vielen Regionen so etwas wie eine Religion. Alle vier Jahre machen die Fußballnationen bei den Europameisterschaften unter sich aus, wer das beste Team hat. Beim letzten Mal (2012) schlug Spanien Italien mit 4:0 beim Endspiel in der Ukraine und gewann so als erste Nation drei große internationale Meisterschaften hintereinander (die Euro 2008, dann die Weltmeisterschaft 2010 und zuletzt die Euro 2012). Die nächste Europameisterschaft findet 2016 in Frankreich statt. Dann werden 24 statt bisher 16 Mannschaften teilnehmen.

Jedes Land hat eine eigene Form der Bundesliga (in Großbritannien heißt sie Premier League, in Italien Serie A und in Spanien La Liga) sowie mehrere niedrigere Ligen. Die Topmannschaften treten auf europäischer Ebene in der Champions League gegeneinander an. Die jenigen Teams, die es nicht in die Champions League geschafft haben, können sich für die UEFA Europa League qualifizieren. Die Spielsaison variiert von Land zu Land, geht aber meist von August oder September bis Mai, Juni oder Juli. Tickets für die besten Clubs wie Manchester United, Chelsea, Barcelona, Real Madrid, Bayern München, Juventus Turin und Inter Mailand sind sehr teuer (falls man überhaupt welche bekommt). Leichter und günstiger ist es bei einem der Clubs weiter unten in der Tabelle.

Fahrradfahren

All die Hügel und Berge scheinen keine ausreichend abschreckende Wirkung zu haben; Radfahren ist in vielen Gegenden Europas unheimlich beliebt, vor allem in Frankreich, Italien und Österreich. Aus diesen Ländern kommen ein paar der besten Rennradfahrer der Welt. Die wahren Fans kleben bei der Tour de France förmlich an den Bildschirmen bzw. stehen persönlich an der Strecke, um ihre Idole anzufeuern. Das unglaublich anstrengende Etappenrennen hat seit 1903 (fast) jedes Jahr stattgefunden.

Die meisten Leute sind auf normalen Straßenrädern unterwegs, wobei Mountainbikes immer beliebter werden, insbesondere in bergigen Regionen wie den Alpen, Pyrenäen und Dolomiten. Wer es gern etwas entspannter (und weniger hügelig) hat, kann die fahrradfreundlichen Länder Belgien, die Niederlande oder Luxemburg mit dem Rad erkunden. Dort erstreckt sich viel plattes Land (vornehmlich landwirtschaftlich genutzte Flächen).

Wandern

Wanderfreunde könnten ihr gesamtes Leben damit zubringen, die zig wunderschönen Wanderwege in Westeuropa zu erkunden. Die wahrscheinlich spektakulärsten Strecken sind durchweg gut markiert und ziehen sich kreuz und quer durch die Alpen und die italienischen Dolomiten. In der Saison sind die Unterkünfte entlang der Routen geöffnet. Etwas zu essen gibt es unterwegs auch. Die ähnlich phantastischen Pyrenäen haben weniger Infrastruktur, was aber ein Bonus sein kann – oft muss man zum Rasten und Essen in entlegenen Bergdörfern Halt machen. Weniger bekannte, aber traumhafte Wandergebiete sind Korsika und Sardinien sowie die Picos de Europa in Spanien. Zu den schönsten Wanderzielen im Vereinigten Königreich zählen der Lake District, die Yorkshire Dales und das schottische Hochland.

Die besten Wandermonate sind Juni bis September. Da das Wetter aber das ganze Jahr über unberechenbar ist, sollte man gut vorbereitet sein: Immer die Wettervorhersage anschauen, bevor es losgeht, und die richtige Kleidung tragen, vor allem, wenn die Wanderung in entlegenere Regionen führt, in denen bei Notfällen Hilfe nicht gleich vor Ort ist.

In den meisten Ländern Europas gibt es eine Reihe von Nationalparks; auch sie sind das ideale Terrain für Wanderer. Oft werden geführte Touren angeboten. Die lokalen Touristeninformationen wissen Genaueres.

Für echte Wanderliebhaber gibt es ein paar längere Routen, die zum Teil durch mehrere Länder führen, meist über die bestehenden Fernwanderwege (GR-Routen, GR = grande randonnée).

Die besten Fahrradregionen
  1. Kinderdijk, Niederlande 
  2. Flandern, Belgien
  3. Das Loire-Tal, Frankreich
  4. Toskana, Italien
  5. Lake District, England
Fernwanderwege
  • Camino de Santiago (Jakobsweg)
    Der bekannteste Fernwanderweg Spaniens folgt der alten Pilgerroute nach Santiago de Compostela.
  • Sentiero Italia
    Dieser Wanderweg führt 6166 km quer durch Italien.
  • Haute Randonnée Pyrénéenne
    In luftiger Höhe durch die Pyrenäen.
  • South West Coast Path
    Der 630 km lange Wanderweg folgt einem Großteil der bildschönen Südwestküste Großbritanniens.
  • Via Alpina
    Ein Netzwerk aus fünf Fernwanderwegen durch die Alpenregionen von Slowenien, Österreich, Deutschland, Liechtenstein, der Schweiz, Italien, Frankreich und Monaco. 
  • West Highland Way
    Die Wanderroute durch Südschottland.

Skifahren & Snowboarden

Wintersport ist in vielen europäischen Nationen kein reiner Zeitvertreib, sondern eine Lebenseinstellung. Viele Österreicher, Schweizer, Deutschen und Franzosen sind ganz besonders schneeverrückt. Einige der bekanntesten Skiläufer und Snowboarder des letzten Jahrzehnts kommen aus diesen Ländern.

Wer selbst ein paar Pisten hinuntersausen möchte, hat die Wahl zwischen Hunderten von Wintersportgebieten in den Alpen und Pyrenäen. In manchen Gegenden ist Skilanglauf sehr beliebt, vor allem im Jura. In zahlreichen Skiorten werden auch noch andere Schneeaktivitäten wie Rodeln, Bobfahren und Eisklettern angeboten. Ein Skiurlaub kann teuer werden, wenn man die Kosten für den Skipass, die Unterkunft und das (unvermeidliche) Après-Ski addiert. Die Leihausrüstung ist ein vergleichsweise kleiner Posten; da lohnt es sich vielleicht gar nicht, die eigene Ausrüstung von daheim mitzubringen.

Die Skisaison dauert gewöhnlich von Anfang Dezember bis Ende März, in höher gelegenen Regionen geht sie vielleicht schon einen Monat früher los und endet einen Monat später. Die Schneebedingungen variieren mitunter enorm von einem Jahr zum nächsten und von Skigebiet zu Skigebiet. Die besten Monate sind üblicherweise der Januar und Februar, dann ist allerdings auch am meisten los.

Die Gebiete in den französischen und Schweizer Alpen haben eine erstklassige Infrastruktur und wunderbare Pisten, sind aber auch mit Abstand am teuersten. Auch in den deutschen Alpen muss mit hohen Preisen gerechnet werden. Günstigere Optionen sind z. B. der Schwarzwald und der Harz. Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als in Frankreich und der Schweiz bietet Österreich (besonders preiswert ist Kärnten). Die Preise in den italienischen Alpen sind mit den österreichischen vergleichbar. Es gibt zwar auch die eine oder andere teurere Option, doch mit dem richtigen (Pauschal-) Angebot kann man recht günstig davonkommen.

Die wohl preiswertesten Wintersportregionen Westeuropas sind die Pyrenäen in Spanien und Andorra sowie die Sierra Nevada im Süden Spaniens.

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Wassersport

Viele Europäer planschen in ihrer Freizeit gern im Wasser. Das bietet sich an, wo doch das Mittelmeer, der Atlantik, die Adria und der Ärmelkanal quasi vor der Haustür liegen.

Tauchen

Gut, es sind nicht die Tropen, das bedeutet aber nicht, dass es in Europa keine tollen Tauchgründe gäbe. Topas farbenes Wasser und eine vulkanische Geologie versprechen spektakuläre Bedingungen entlang der Mittelmeerküste, doch auch an der Adria, insbesondere in Kroatien, hat sich die Tauchbranche hervorragend entwickelt, weil das Wasser wunderbar klar und die Unterwasserwelt abwechslungsreich ist – ein besonderes Highlight ist Wracktauchen. Europas Seefahrer- Nationen, aber auch die bewegte Kriegsgeschichte sind schuld daran, dass vor der Küste zahllose Schiffe auf Grund gelaufen sind. Besonders schöne Tauchgebiete erstrecken sich rund um die vielen Mittelmeerinseln: die Äolischen Inseln (Sizilien), Sardinien, Korsika und die griechischen Inseln. Anfänger können in vielen Gegenden Schnuppertauchen oder einen mehrtägigen Kurs absolvieren. Wichtig: Die Tauchschulen müssen dem PADI-Netzwerk oder einer ähnlichen anerkannten Organisation angehören. Wer einen Tauchschein besitzt, sollte diesen unbedingt mitbringen, um Ausrüstung leihen oder an anspruchsvolleren Tauchexkursionen teilnehmen zu können.

Bootsfahrten, Kanu- und Kajakfahren

Angesichts der vielen Seen, Flüsse und abwechslungsreichen Küstenstreifen bietet Europa eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich im Boot, Kajak oder Kanu aufs Wasser zu begeben. Kajakfahren in der Schweiz, Rudern auf einem friedlichen Alpensee, Bootsfahrten auf der Donau von Wien bis Budapest, Segeltouren vor der Côte d’Azur oder Fahrten auf den Kanälen in Großbritannien, Irland oder Frankreich – alles kein Problem!n

Surfen & Windsurfen

Die besten Bedingungen für Surfer herrschen am Atlantik, vor allem an der französischen Atlantikküste rund um Biarritz, an der Westküste von Wales, Irland und Schottland, an der Südwestspitze Englands und im spanischen Baskenland (San Sebastián, Zarautz und Mundaka). Windsurfen ist überall da möglich, wo offenes Wasser ist und ein steifer Wind weht. Tarifa (nahe Cádiz) in Spanien ist dank der langen Strände und einer nie abflauenden Brise die Windsurfer-Hauptstadt Europas, es gibt aber noch viele andere tolle Gebiete entlang der Mittelmeerküste und der Adria.

Segeln

Ein Segeltörn ist genau das Richtige, um die europäische Küste kennenzulernen. Sehr beliebt sind Trips von der Mittelmeerküste zu den Inseln, vor allem in Griechenland. Überall werden Segelkurse angeboten, ein Boot zu mieten kann allerdings teuer werden. Am besten schließt man sich mit ein paar Freunden zusammen.

Die besten Skigebiete
  • Chamonix, Frankreich
  • Zermatt, Schweiz
  • Tirol und Innsbruck, Österreich
  • Dolomiten, Italien
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